Rahmenmaterial für Fenster im Vergleich

Rahmenmaterialien

Im Fensterbau unterscheidet man grundsätzlich drei Arten von Rahmenmaterialien:
Holz, Kunststoff und Aluminium. Jeder Werkstoff hat seine ganz spezifischen Vorteile. Das Kunststoff-Fenster hat in Österreich mittlerweile den größten Marktanteil erreicht hat.

Fenster aus Kunststoff

Aus der Vielzahl der Kunststoffe, die sich in ihren Eigenschaften sehr stark unterscheiden, hat sich bis heute als Fensterrahmenwerkstoff mit einem Anteil von 98% eindeutig das Polyvinylchlorid-hart (PVC-hart) durchgesetzt. PVC wird ebenfalls, in modifizierter Form, in vielen anderen Bereichen, in denen langlebige und technisch vielseitige Kunststoffe benötigt werden, eingesetzt. Dieser Kunststoff ist nicht verrottbar und als thermoplastischer Kunststoff unter Beibehaltung aller technischen Eigenschaften recycelbar. Fenster aus Kunststoff überzeugen durch ihre lange Lebensdauer und den geringen Pflegeaufwand. Sie werden auch in vielen Farben und Holzdekoren angeboten. Auf diese Weise kann man Häuser mit farbigen Fenstern gestalten, ganz ohne Anstreichen oder Schutzlackierungen. Fenster aus Kunststoff sind witterungsbeständig, licht- und farbecht. Dank der speziellen Mehrkammer-Konstruktion ist ihre Schall- und Wärmedämmung ausgezeichnet und entspricht allen Anforderungen an ein modernes Fenster. Alle Arten von Schallschutz- und Wärmedämmgläsern sind einsetzbar. In die Profile eingeschobene Stahlverstärkungen sorgen für die nötige Statik und ermöglichen die Realisierung nahezu aller Fensterkonstruktionen.

Fenster aus Holz

Holz ist ein natürlich gewachsener Werkstoff, der jedoch einer gewissen Pflege bedarf und je nach Holzart mehr oder weniger gegen Umwelteinflüsse geschützt werden muss. Deshalb brauchen Fenster aus Holz in regelmäßigen Abständen einen Schutzanstrich gegen Feuchtigkeit und Pilze. Farbige Holzfenster bieten viele Gestaltungsmöglichkeiten, müssen aber entsprechend lackiert und gepflegt werden. Holzfenster halten, bei regelmäßiger Wartung, viele Jahre und erfüllen die Anforderungen hinsichtlich Wärmedämmung und Schallschutz. Alle Arten von Schallschutz- und Wärmedämmgläsern sind einsetzbar. Ein Recycling ist derzeit noch nicht möglich und Altfenster werden entweder deponiert oder thermisch verwertet. D.h. wenn sie nicht auf der Deponie landen, werden sie verbrannt. In beiden Fällen können die aufgebrachten Farben und Lacke für die Umwelt belastend sein.

Fenster aus Aluminium

Fenster aus Aluminium bieten sich überall da an, wo erhöhte Anforderungen an die Statik gestellt werden oder schlanke Konstruktionen gefordert sind. Deshalb dominiert dieser Werkstoff im Fassadenbau. Fenster aus Aluminium sind in der Anschaffung teurer als Fenster aus anderen Werkstoffen. In Bezug auf Schall- und Wärmedämmung sind sie etwa gleich wie Holz- und Kunststoff-Fenster. Um eine ausreichende Wärmedämmung zu erreichen, müssen Alumiumprofile durch Kunststoffstege allerdings aufwändig thermisch getrennt werden. Die Oberflächen sind in der Regel eloxiert oder mit einer Einbrennlackierung beschichtet. Sie sind in hohem Maße korrosionsbeständig und dauerhaft farbecht.
Montag, 21. Mai 2012
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